10.01.2018

Urlaub für die Seele

Man schießt Fotos aus den unterschiedlichsten Gründen. Als Erinnerung für sich oder für andere, zur Dokumentation von Menschen, Orten, Dingen und Ereignissen, im Auftrag für Werbung, Fotoalben oder Kataloge und aus so vielen Motiven mehr.

Die Dracheninsel
Isla de Sa Dragonera - Die Dracheninsel

Manche Bilder macht man allerdings für die Seele. Meine Panorama-Lochkamera ist sehr oft genau für diese besonderen Bilder da - zeitlose Ansichten von Lieblingsorten, die etwas in mir berühren, mich an eine besondere Stimmung oder an ein Gefühl erinnern.

Es ist, wie mit manchen CDs, die man einlegt. Manche Musik kann einen in den Urlaub entführen (mein persönlicher Liebling sind da wohl die exotischen Klänge von Milt Raskin).

Die beiden hier gezeigten Aufnahmen sind im letzten längeren Urlaub auf Mallorca entstanden. Die erste zeigt meinen Lieblingsausblick auf die Dracheninsel "Isla de Sa Dragonera" und den wundervollen Sonnenuntergang, den wir dort fast jeden Abend beobachten und genießen konnten. Wenn ich das Bild betrachte, kann ich das Plätschern des Wassers hören, den Wind um meine Ohren fühlen, die Sangria auf meiner Zunge schmecken und beinahe die kreisenden Lichtstrahlen der zwei Leuchttürme sehen. Ein Ausblick der Ruhe, welcher einen besonderen Platz an meiner Wand erhalten wird.

Strand von Sant Elm
Die Bucht von Sant Elm

Das zweite Bild zeigt die Bucht von Sant Elm. Eine Erinnerung an ein wunderschönes Dorf, Familienzeit, Zeit mit Freunden, viel Sonne, Natur und leckeres Essen.

Urlaub für die Seele.

31.12.2017

Fee im Adjito


Ursprünglich war alles anders. Es gab einen klaren Auftrag, einen Auftraggeber, eine Nebelmaschine, eine Visagistin, eine Location... doch durch eine Verkettung ganz unterschiedlicher Gründe fiel der ganze Plan ins Wasser und aus einem konkreten Auftrag entstand ein völlig neues Setting in anderer Location mit spontanem Modell. Nicht einmal die Nebelmaschine war am Ende noch die, die am Anfang geplant war ;)

Doch welch ein unglaubliches Glück im vermeintlichen Unglück! 

Zum einen ist das Adjito (übersetzt "Geheimversteck") in der Lorettostraße eine absolute Traumlocation mit viel Licht und Schatten, einer fantastischen offenen Küche, einer gemütlichen, stilvollen Couch und voller toller Ecken und Details, zum anderen wollte ich mit Fee schon länger zusammenarbeiten und der Zufall spielte mit - trotz Spontananfrage am späten Vorabend hatte sie Zeit und konnte einspringen.








Die Technik ist bei diesem Shooting etwas umfangreicher ausgefallen. Neben einem harten Dauerlicht kamen zwei Yongnuo YN360 als Aufheller und für die Farbstimmungen zum Einsatz.

Darüber hinaus die mit Abstand größte Nebelmaschine, die ich bislang im Einsatz hatte - nicht leicht zu schleppen, aber ein saucooles Teil.




Von ganzem Herzen danke ich Fee für ihren spontanen, großartigen Einsatz und freue mich sehr auf weitere gemeinsame Arbeiten!

An Geschäftsführer Yasu Umezaki und das Adjito richte ich ebenfalls ein riesengroßes Dankeschön für die Gelegenheit und das enorme Vertrauen!

Ach ja, bei der ganzen Umplanerei ist auch noch das Auto weggefallen, darum danke ich zum Abschluss noch meinem lieben Nachbarn, der so nett war, mir seinen großartigen Bollerwagen zur Verfügung zu stellen :D





Euch allen wünsche ich ein tolles Silvester und alles Gute für das Jahr 2018! Mögen Eure Träume und Wünsche in Erfüllung gehen! Und denkt dran, auch wenn einmal ein Plan nicht so läuft wie gedacht, kann daraus dennoch etwas fantastisches entstehen!

Bis nächstes Jahr und herzliche Grüße an Euch alle!
Udo

29.11.2017

Musikerin Sandrine Lisken im Pozang Matcha (Finanzämtche) Düsseldorf



Es gibt Menschen, die irgendetwas in einem berühren. Eine Erinnerung wecken, eine Emotion auslösen oder einem einfach nur ein kleines Lächeln entlocken. Sandrine ist ein solcher Mensch.

Zum ersten Mal traf ich sie bei einem Job im Theater. Auf der Bühne sollten später gefühlt hunderte Menschen stehen und den Saal mit Musik füllen. Wie immer, wenn ich mich gut auf etwas vorbereiten will, war ich viel zu früh da. Ebenso Sandrine. Sie schien etwas aufgeregt, war mit ihrer Gitarre und einem kleinen Verstärker beladen und sah auf der riesigen, noch verlassenen Bühne irgendwie verloren aus. Wir kamen kurz ins Gespräch und einige Momente später konnte ich beim Soundcheck ein paar erste Takte Musik und Sandrines Stimme dazu hören. Die Begegnung und die Musik haben etwas ausgelöst, mir ein Lächeln geschenkt und mich an etwas erinnert...



Ich bewundere Menschen, die Herzblut in eine Sache stecken, mit Feuereifer verfolgen und die Dinge anpacken. Schon an diesem Abend war mir klar, dass ich mit ihr gerne einmal zusammenarbeiten will und ich bin überglücklich, dass ich die Gelegenheit dazu bekommen habe.

Dafür erst einmal ein ganz herzliches: Danke, liebe Sandrine!


Doch ein Foto ist mehr als ein Fotograf und ein Modell. Mir war es wichtig, für diesen Tag eine ganz besondere Location zu nutzen, die nicht nur fantastisch aussieht sondern gleichzeitig eine Herausforderung darstellt. Diese Location habe ich im Pozang Matcha im alten Finanzämtche in der Oststraße gefunden.

Das Pozang Matcha ist eine Kombination aus koreanischem Restaurant und Bar auf kleinem Raum in einer richtig urigen, knarzigen, alten Düsseldorfer Kneipe. Das Interieur passt einfach perfekt in die alteingesessene Örtlichkeit und hat schon beim Blick von außen durch die kleinen Fenster eine ganz eigene Magie! Darüber hinaus wurden wir dort unglaublich nett empfangen und umsorgt, wofür ich mich ebenfalls noch einmal ganz herzlich bedanken möchte!

Das Pozang Matcha war schlicht und einfach die perfekte Wahl und sei jedem empfohlen, der sich ab und an im sogenannten Japan-Viertel in Düsseldorf herumtreibt.




Doch es gibt noch zwei weitere Menschen, denen ich danken möchte:
Zum einen meiner Visagistin Kerstin Bruhn, die fantastische Arbeit geleistet hat und das Motto des Tages ("Wir liefern Sandrine ein paar Bilder, wie sie sich selber garantiert noch nie gesehen hat!") perfekt umgesetzt hat! Geile Arbeit, Kersi!
Zum anderen (der Uncle Bobcast Facebook-Gruppe sei Dank) Sabrina Schönfeld, die mir kurzfristig und unbürokratisch nicht nur ihr Objektiv geliehen, sondern es mir beinahe noch bis an die Türschwelle gebracht hat! Sollte ich eines Tages einmal meinen Glauben an eine gute und nette Menschheit verlieren, werde ich kurz an Dich denken und ihn sehr schnell wiederfinden! Danke, liebe Sabrina! :)


Dieses Shooting war für mich etwas ganz besonderes und ich bin stolz, Euch hier ein paar ausgewählte Ergebnisse zeigen zu können! Hinerlasst mir gerne einen Kommentar oder schreibt mir eine Mail, ich freue mich sehr über Meinungen, Ideen, konstruktive Kritik oder was auch immer Euch umtreibt.




Was ist die Welt doch für ein wunderbarer Ort, voller großartiger Menschen!

24.10.2017

Kerstin Bruhn in der Black Box

Freie Shootings sind für mich vor allem dazu da, neue Dinge auszuprobieren, sowohl die eigenen Grenzen als auch die des Equipments zu erforschen, neue, tolle Menschen kennenzulernen, neue Techniken zu studieren oder alte zu verfeinern, neue Locations auszutesten und sehr weit aus der eigenen Komfortzone hetauszutreten. 





Die BlackBox im Filmmuseum Düsseldorf ist eine ganz besondere Location. Mit seiner unglaublichen Schwärze schluckt der Kinosaal so viel Licht wie wenige andere Räume. Wenn man dazu noch mit Dauerlicht anstatt Blitzlicht arbeitet erhält man eine ganz spezielle Herausforderung an die Kamera und eine ruhige Hand. Darüber hinaus hatte ich bis dato keine Vorerfahrung mit Bodypaintings. Ebenfalls eine große Herausforderung und weit außerhalb meines normalen Gemütlichkeitsbereiches.





Drei Aufgaben hatte ich mir vorab gestellt und anhand eines Evernote-Moodboards vorbereitet: 
Zum Ersten mystisch angehauchte Portraitfotos, zum Zweiten Teil- und Ganzkörperaufnamen mit cineastischem Neon-Look. Darüber hinaus wollte ich zum Dritten als Kernaufgabe verschiedene Teilbereiche von Kerstins Körper mit metallischem Glanz und Farbe fotografieren und so eine kleine, stimmige Bilder-Reihe erstellen.

Noch ein paar kurze Worte zum Bodypainting: Normalerweise spielt die Körperbemalung bei solch einem Shooting eine übergeordnete Rolle. In unserem Fall haben wir uns sehr bewusst dafür entschieden, Kerstin die Hauptrolle zu lassen und das Painting als zusätzlichen Effekt für Glanzstellen, Textur und Farbe zu nutzen. Darüber hinaus ist der komplette Überzug aus Bronze, Gold und Silber auch - passend zur Location - eine kleine Hommage an das Stichwort "Kino" . ;) 
Die abschließende Idee unserer Paintetin mit der zusätzlichen Struktur im Gesicht fand ich großartig, sie passte einfach perfekt für die mystischen Porträts.



Natürlich hat nicht alles geklappt, was ich mir vorab vorgenommen habe. Ich hätte gerne noch mehr Ganzkörperaufnahmen fotografiert, in denen der Raum mit eingebunden ist, was aber mit dem gegebenen Licht bei der Schwärze des Saales und den vorhandenen Möglichkeiten schwieriger war als erwartet. Vielleicht ist dies ein Punkt den ich zu einem späteren Zeitpunkt und in einem anderen Setting - fernab vom Bodypainting - wieder aufgreifen werde.
Wenn man von diesem Aspekt absieht, bin ich unglaublich zufrieden mit den Ergebnissen des Tages. Ich habe viel gelernt und dazu hat es wahnsinnig viel Spaß gemacht mit diesen tollen Menschen zu arbeiten und solch großartige Ergebnisse zu erzielen.




Ein riesengroßes Dankeschön an Herrn Deterding und die Black Box Düsseldorf, Kerstin Bruhn für den tollen Körpereinsatz, die Mädels an der Paintingfront und Fotoassistenz und an meine Frau für das liebe Falafel-Catering!!




Das nächste freie Shooting ist bereits in Planung, denn wie eine alte Schachweisheit besagt: Nach dem Spiel ist bekanntlich vor dem Spiel ;)


P.S.: Apropos nach dem Spiel: Auch nach dem Shooting kam noch ein kleines Experiment. Dieser Beitrag ist zu rund 80% nicht getippt, sondern diktiert - für mich eine Premiere. Klappt gar nicht mal übel, da bleibe ich am Ball...

02.10.2017

Portrait-Shooting: Benjamin Peters 2017

Ich liebe Portrait- Shootings, von der Ideenfindung über das Location- Scouting bis hin zur eigentlichen Session - und manchmal passt eben einfach alles zusammen.

Zum einen hatte ich mit Benjamin Peters nicht nur einen engen Freund, sondern auch noch eine verdammt coole Socke vor der Linse, zum anderen konnten wir mit der Theaterkantine Düsseldorf in einer unglaublichen Traum- Location mit viel Charme, wundervoller Einrichtung und wahnsinnig netten Leuten arbeiten.

An dieser Stelle noch einmal einen ganz herzlichen Dank an Herrn & Frau Fabry für diese tolle Gelegenheit und Juliane für die großartige Unterstützung vor Ort!

Da das vorhandene Licht schon fantastisch war, bin ich mit möglichst wenig Technik an die Sache herangegangen. Es waren lediglich zwei Lampen für den ein oder anderen Aufheller im Gesicht und etwas mehr Farbe für den Hintergrund im Einsatz, ansonsten kamen nur ein paar kleine Hilfsmittel ins Spiel für einige Unschärfe- und Blendeneffekte.

Das neue Album "Bonnheimer" von Benjamin Peters & The Electric Irons erscheint am 13.10.2017 und sei jedem ans Herz gelegt, der auf klassischen, coolen Rocksound steht. Darüber hinaus empfehle ich Euch einen ausgedehnten Blick auf die HP der Theaterkantine, in der man mit tollen Stücken und großartigem Essen einen wundervollen Abend verbringen kann. 

Nun aber genug der Worte, hier eine Auswahl der Bilder: