24.10.2017

Kerstin Bruhn in der Black Box

Freie Shootings sind für mich vor allem dazu da, neue Dinge auszuprobieren, sowohl die eigenen Grenzen als auch die des Equipments zu erforschen, neue, tolle Menschen kennenzulernen, neue Techniken zu studieren oder alte zu verfeinern, neue Locations auszutesten und sehr weit aus der eigenen Komfortzone hetauszutreten. 





Die BlackBox im Filmmuseum Düsseldorf ist eine ganz besondere Location. Mit seiner unglaublichen Schwärze schluckt der Kinosaal so viel Licht wie wenige andere Räume. Wenn man dazu noch mit Dauerlicht anstatt Blitzlicht arbeitet erhält man eine ganz spezielle Herausforderung an die Kamera und eine ruhige Hand. Darüber hinaus hatte ich bis dato keine Vorerfahrung mit Bodypaintings. Ebenfalls eine große Herausforderung und weit außerhalb meines normalen Gemütlichkeitsbereiches.





Drei Aufgaben hatte ich mir vorab gestellt und anhand eines Evernote-Moodboards vorbereitet: 
Zum Ersten mystisch angehauchte Portraitfotos, zum Zweiten Teil- und Ganzkörperaufnamen mit cineastischem Neon-Look. Darüber hinaus wollte ich zum Dritten als Kernaufgabe verschiedene Teilbereiche von Kerstins Körper mit metallischem Glanz und Farbe fotografieren und so eine kleine, stimmige Bilder-Reihe erstellen.

Noch ein paar kurze Worte zum Bodypainting: Normalerweise spielt die Körperbemalung bei solch einem Shooting eine übergeordnete Rolle. In unserem Fall haben wir uns sehr bewusst dafür entschieden, Kerstin die Hauptrolle zu lassen und das Painting als zusätzlichen Effekt für Glanzstellen, Textur und Farbe zu nutzen. Darüber hinaus ist der komplette Überzug aus Bronze, Gold und Silber auch - passend zur Location - eine kleine Hommage an das Stichwort "Kino" . ;) 
Die abschließende Idee unserer Paintetin mit der zusätzlichen Struktur im Gesicht fand ich großartig, sie passte einfach perfekt für die mystischen Porträts.



Natürlich hat nicht alles geklappt, was ich mir vorab vorgenommen habe. Ich hätte gerne noch mehr Ganzkörperaufnahmen fotografiert, in denen der Raum mit eingebunden ist, was aber mit dem gegebenen Licht bei der Schwärze des Saales und den vorhandenen Möglichkeiten schwieriger war als erwartet. Vielleicht ist dies ein Punkt den ich zu einem späteren Zeitpunkt und in einem anderen Setting - fernab vom Bodypainting - wieder aufgreifen werde.
Wenn man von diesem Aspekt absieht, bin ich unglaublich zufrieden mit den Ergebnissen des Tages. Ich habe viel gelernt und dazu hat es wahnsinnig viel Spaß gemacht mit diesen tollen Menschen zu arbeiten und solch großartige Ergebnisse zu erzielen.




Ein riesengroßes Dankeschön an Herrn Deterding und die Black Box Düsseldorf, Kerstin Bruhn für den tollen Körpereinsatz, die Mädels an der Paintingfront und Fotoassistenz und an meine Frau für das liebe Falafel-Catering!!




Das nächste freie Shooting ist bereits in Planung, denn wie eine alte Schachweisheit besagt: Nach dem Spiel ist bekanntlich vor dem Spiel ;)


P.S.: Apropos nach dem Spiel: Auch nach dem Shooting kam noch ein kleines Experiment. Dieser Beitrag ist zu rund 80% nicht getippt, sondern diktiert - für mich eine Premiere. Klappt gar nicht mal übel, da bleibe ich am Ball...

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